Kletterrosen

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 Kletterrosen zeichnen sich durch den praktischen Vorzug aus, dass sie nur wenig Bodenfläche beanspruchen. Sie können an einer Laube, im Geäst eines Baumes, an einer Mauer oder einem Rankgerüst zum Einsatz kommen. Sie sehen dann nicht nur hübsch aus, sondern spenden oft auch Schatten. Kletterrosen gibt es in vielen verschiedenen Sorten. So gibt es etwa historische Kletterrosen – etwa die Historische Ramblerrose 'R. Filipes Kiftsgate'. Wie alle historischen Rosen blüht sie nur einmal im Jahr.

Nostalgische Kletterrosen 'Super Dorothy®'

Nostalgische Kletterrose ‘Super Dorothy®’

Ramblerrosen sind schlingend rankende Kletterrosen. Rambler haben weiche und elastische Triebe und können klettern, ohne hochgebunden werden zu müssen. Das können sie aber ziemlich hoch. Sie können sich übrigens auch flach auf dem Boden ausbreiten, wenn man ihnen keine Kletterhilfe bietet. Wer eher auf den nostalgischen Look steht, aber nicht unbedingt auf eine echt historische Rose besteht, der kann etwa die Nostalgische Kletterrose 'Super Dorothy®' versuchen, die – anders als historische Rosen – mehrmals blüht.

Kletterrosen 'Camelot®'

Kletterrose ‘Camelot®’

Wer lieber eine aufrecht wachsende Kletterrose mag, sollte es mit so etwas wie der Kletterrose 'Camelot®' versuchen. Diese Kletterrose nennt man „Climber“ auf Englisch, also Kletterer. Es gibt sogar Kletterrosen unter den englischen Rosen, wie etwa der David Austin-Kletterrose The Pilgrim®, die nebenbei gesagt winterhart ist.

Als Kletterrose für Anfänger eignet sich die Kletterrose 'New Dawn®' aus dem Jahr 1953, weil sie einen kräftigen, 3 bis 4 m. hohen Wuchs hat, ist robust und winterhart ist. Dazu blüht sie auch noch mehrmals, was einem Anfänger besondere Freude bereiten sollte.

Ramblerrose Maria Lisa

Ramblerrose Maria Lisa

Die Ramblerrose Maria Lisa hat fast stachellose lange Triebe. Sie ist eine der wenigen heute noch erhältlichen Sorten von Franz Karl Brümmer, der als Augustinermönch Bruder Alfons vor allem in der Zeit von 1922–27 zahlreiche Kletter- und Ramblerrosen züchtete und dem Rosarium Sangerhausen zur Prüfung übergab. Von dort gelangten sie übrigens auch später in den Handel. Die Maria Lisa ist ebenfalls eine einmal blühende Kletterrose. Eine weitere einmal blühende ist die Ramblerrose 'Pauls Himalayan Musk®' .

Von wurzelechten Kletterrosen können gar Stecklinge gezogen werden. Im allgemeinen unterscheidet man bei Kletterrosen drei Sorten: Rammler, Kletterer oder „Climber“, wenn man den englischen Ausdruck vorzieht und schließlich die modernen Kletterrosen, die aus Teehybriden- und Polyantharosensports entstanden. Dies sind spontane Mutationen die plötzlich starke Wuchskraft zeigten. Zu diesen gehören etwa die Kletterrose Ilse Krohn®  und die Kletterrose 'Kir Royal®'. Letztere ist nicht nur eine moderne Kletterrose, sondern darüber hinaus noch eine ADR-Kletterrose. Das heißt sie ist besonders widerstandsfähig. Zu den modernen Kletterrosen zählen auch die Kletterrose 'Santana®'  und Kletterrose Schneewalzer® , wie auch die Kletterrose Golden Showers®  und die Kletterrose 'Uetersener Klosterrose®' .

Ob als Wandverkleidung oder zum Beranken einer Pergola, ob für einen Rosenbogen oder als Gartenzaun-Bepflanzung – Kletterrosen sind überall eine Zierde, sofern die richtige Wahl für die richtige Anforderung getroffen wurde. Neben der Blütenfarbe spielt vor allem der Wuchs die wichtigste Rolle. Steiftriebige Sorten eignen sich weniger dazu, einen Pergolapfosten oder Rosenbogen zu umschmiegen. Dazu benötigt man dann schon eher eine Rambler-Rose. Vorsichtig sollte man bei starkwüchsige Arten sein, denn mit der Zeit kann man diese kaum bändigen, weshalb sie sich eher für Pergolen oder größere Pavillons, die großflächig berankt werden sollen, eignen. Im allgemeinen eignen sich öfterblühende Kletterrosen für Rosenbögen und Pergolas besser, weil diese von Juni bis September blühen können, sofern man sie natürlich entsprechend zurückschneidet. Einmalblühende Kletterrosen blühen dafür von Mai bis Juni. Kletterrosen, die sehr hoch wachsen eignen sich eigentlich nur für mehrstöckige Wände oder für Bäume.

Kletterrosen lieben sonnige bis halbschattige Lagen mit guter Durchlüftung. Südwest- oder Südostlagen sind daher ideal. Hingegen sind an Südmauern Krankheiten wie Mehltau oder Spinnmilben-Befall vorprogrammiert. Der Boden sollte einen hohem Lehmanteil haben. Das erreicht man am besten damit, indem man vor der Pflanzung Kompost in den Boden mischt, den man mit Lehmpulver aus einem Bauhandel versetzt. Schwere Böden können auch mit groben Sand aufgelockert werden. Der ideale pH-Wert für Rosen liegt zwischen 6,8 und 7,8. Der pH Wert lässt sich durch Kalk beeinflussen. Pflanzen sollte man Kletterrosen im Spätsommer, Frühherbst. Wenn in der Region der Frost früh ansetzt, dann besser eine Pflanzung im Frühling planen. Geplant muss auch, wie dich die Kletterrosen wachsen sollen. 50 cm Abstand zwischen den Pflanzen garantieren einen dichten Bewuchs.

Im Sommer, wenn es warm ist, braucht eine Kletterrose entweder morgens oder abends Wasser. Dies aber nur einmal, höchstens zweimal in der Woche. Dabei Kletterrosen immer nur von unten gießen. Dies schützt vor Pilzbefall.
Nach der Blüte im Juni wird nochmals mit der Hälfte der bei Rosendüngern auf der Packung angegebenen Menge nachgedüngt. Den Dünger, ohne die Wurzeln zu verletzen, leicht in den Boden einarbeiten. Kompost ist hier immer eine gute Alternative. Neutriebe sollten laufend aufgebunden werden. Bei einmalblühenden Sorten, die keine Hagebutten bilden, können stark abgeblühte Triebe bereits im Juli/August an der Basis entfernt werden. Zudem werden alle Seitentriebe, die blühten, weggeschnitten.

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