Arbeitskalender: Juni – Die Rosen blühen

Beautiful child smelling rose

Der Juni kam.
Lind weht die Luft.
Geschoren ist der Rasen.
Eine Wonne voller Rosenduft
dringt tief in unsere Nasen.

Wilhelm Busch

Endlich ist die Zeit gekommen, an denen die Rosen zu blühen beginnen und mit ihrer Schönheit und ihrem Duft jeden Gartenfreund- und Gartenbesucher erfreuen.

“Kleiner” Rückschnitt

Aber alles ist nicht Freude, denn auch im Juni gibt es Arbeit im Garten und an den Rosen. Das ist vor allem notwendig, wenn man die Rosen lange über den Sommer blühen sehen will. Was man vor allem machen muss sind verwelkte Blüten abschneiden. Das gilt jedenfalls für öfterblühende Beet-, Strauch-,  Kletterosen, Rambler, Topfrosen, wie auch Bodendeckerrosen. So bald Blüten verwelkt sind, müssen entweder die Blütenbüschel direkt oberhalb des obersten Blattes, oder bei einzelnen Blüten mitsamt den beiden obersten Blättern abgeschnitten werden. Hier geht es nicht nur um eine Entfernung der verwelkten Blüten, damit ihr Rosenstrauch weiterhin schön aussieht, sondern vor allem darum, dass dieser kleiner Rückschnitt die Pflanze anregt, neue Blütenknospen zu bilden.

Um Juni sollten die öfterblühenden Rosen auch noch einmal gedüngt werden. Dies hilft ihnen nach dem Entfernen der verwelkten Blüten gut durchzutreiben. Am besten entweder einen organischen oder mineralischen Mehrnährstoffdünger verwenden, denn die Rose braucht gute und viele Nährstoffe, damit sie die Kraft hat, neue Knospen hervorzubringen.

Einpflanzen, bzw. Umpflanzen von Container- und Topfrosen

Vor dem Einpflanzen von Container-Rosen die Rosen so lange unter Wasser tauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Das gilt übrigens auch, wenn es gerade in Strömen regnet. Diese Prozedur sollte nicht länger als zwei Minuten dauern. Schließend wird ein Pflanzloch ausgehoben, das mindestens doppelt so breit und tief ist, wie der Topf, in dem sich die Rose befindet. Den Boden im Pflanzloch mit dem Spaten auflockern. Beim einsetzen sollte die Veredlungsstelle 4-5 cm unter der Erde sein. Anschließend das Loch mit Pflanzenerde auffüllen. Die Auffüllung mit Pflanzenerde ist wichtig, denn die Erde im Container verwöhnt die Rosenwurzel und deswegen hat diese wenig Interesse, aus dem Containertopf in den Garten zu wachsen. Die Pflanzenerde ist somit etwas wie ein Lockvogel für die Container-Rosenwurzel. Sie bietet einen Übergang zwischen Container-Erde und Gartenerde. Die Rose gewöhnt sich so einfach schneller an ihren neuen und endgültigen Platz.

Rund um die Rose einen Erdwall aufschütten, so dass Gießwasser nicht wegfließt. Es sollte auch vermieden werden, dass die Rose sich zu lange im Container befindet, denn ihre Wurzeln wachsen sonst im Kreis. Ein stark ausgeprägter Ringelwuchs beeinträchtigt die Entwicklung eines natürlichen Wurzelaufbaus, sowie letztlich die Vitalität und Standfestigkeit der Rose.

Für den Topf und den Balkon oder die Terrasse eignen sich vor allem Kleinstrauchrosen, wie auch Miniaturrosen. Hier muss man vorsichtig sein, denn sie sind weit empfindlicher als ein Laie beim Kauf der Blumen sich vorstellen mag. Damit sich die Blüte gut tut, den entsprechenden Pflanzkübel auf einer Höhe von mindestens 40 cm setzen. Damit das Gießwasser gut abfließen kann, empfiehlt sich eine Drainage aus Blähton. Ist der Topf einmal an Ort und Stelle angebracht, sollte er mit vorgedüngter Rosenerde auslegt werden. Dann erst die Kleinstrauchrose einpflanzen. Sechs bis acht Wochen nach dem Einpflanzen sollte mit Flüssigdünger nachdüngt werden. An heißen Tagen muss unbedingt für ausreichend Feuchtigkeit gesorgt werden. Dies ist vor allem bei Topfrosen der Fall, denn in den Kübeln ist nicht viel Platz zur Wasserspeicherung.

Schädlinge

Jetzt haben alle Ihre Lieblinge einen Platz an der Sonne oder auch im Schatten. Auch sie werden gerne von Schädlingen heimgesucht, darum regelmäßig auf Befall von Läusen oder Weißer Fliege kontrollieren. Auch Schmetterlinge legen gerne ihre Eier auf Balkon- und Kübelpflanzen ab. Die gefräßigen Raupen können erheblichen Schaden an Blättern verursachen. Auch Rosenblattrollwespen und Rosentriebbohrer können ein Problem im Juni werden.  Bei Rostbefall die Hochstämme mit verdünntem holzgeistigem Spiritus abbürsten. Aber im generellen sollte man es hier mit biologischen statt mit chemischen Mitteln versuchen, denn man will ja sicherlich nicht etwa die Schmetterlinge dem Aussterben aussetzen indem man ihre Raupen mit einer chemischen Kanone tötet.

Schlagworte: