Arbeitskalender: August – Sommerschnitt und Stecklingsvermehrung

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Quelle des Titelbildes: http://www.wikihow.com/Grow-a-Rose-Bush-from-a-Single-Stem-or-Cutting

Die Arbeit an den Rosen im August hält sich in Grenzen. Es gibt aber dennoch einige Dinge zu tun und zu beachten.

Bei öfter blühenden Strauchrosen ist ein Sommerschnitt sinnvoll. Gemeint hier ist der Schnitt abgeblühter Seitentriebe, damit durch den Schnitt kräftige Neutriebe mit Blüten angeregt werden. Auch verwelkte Blüten oder abgeblühte Blütenbüschel sollten abgeschnitten werden. Lange Blütentriebe, die das Aussehen des Strauches beeinträchtigen, sollten zurück geschnitten werden. Bei Portland-Rosen nur verwelkte Blüten ausschneiden und Rugosa- Rosen wegen der Hagenbutten überhaupt nicht schneiden.

Bei einmal blühenden Strauchrosen werden im Sommer die Triebe ohne Blütenknospen zurück geschnitten, sobald an den vorjährigen Trieben die Blütenknospen aufbrechen und etwas Farbe zeigen. Im Spätsommer dann werden ebenfalls Triebe ohne Blütenknospen und niedergedrückte Triebe bis auf Blütenhöhe zurück geschnitten unter Beachtung der Form des Strauches. Darüber hinaus sollte bei allen Rosen im August nur Verblühtes regelmäßig entfernt werden.

Einmal blühende Kletterrosen müssen im August geschnitten werden. Bei öfter blühende Kletterosen muss man statt dessen auf den richtigen Halt achten. Die Rosen fächerförmig an einem Rankgitter anbringen. Bei einer senkrechten Ausrichtung der Kletterrosen nur die Triebspitzen blühen und die Rosen unten herum kahl bleiben.

Bei Sommerregen, die Rosenbeete vorsichtig auflockern. Dies vermeidet, dass der Boden sich zu sehr verdichtet. Trotz Sommerhitze sollten die Rosen nicht zu oft gegossen werden, denn feuchter Boden kann Pilzbefall hervorrufen. Echter und Falscher Mehltau können Blätter und junge Triebe befallen. Zur Vorbeugung und zur Stärkung dient eine Spritzung mit Schachtelhalmbrühe. In der ersten Augusthälfte werden Rosen ein letztes Mal vor der Ruhezeit gedüngt. Für die Holzreife eignet sich Kali-Düngung am besten.

Im Sommer kann der Hobbygärtner auch an die Vermehrung seiner Rosenpflanzen gehen. Dazu gibt es drei Möglichkeiten: Man zieht sich aus Samen groß, vermehrt sie durch Stecklinge oder durch Veredelung. Die letztere Möglichkeit ist schwierig und eignet sich daher eigentlich nur für professionelle Züchter oder Rosenhalter mit sehr viel Erfahrung. Viel einfacher für den Hobbygärtner ist da die Stecklingsvermehrung. Allerdings muss man hier einschränkend sagen, dass sich nicht alle Rosensorten für die Stecklingsvermehrung eignen. Beachten muss man auch, dass Rosen unter Sortenschutz nicht durch Stecklingsvermehrung vermehrt werden dürfen!

Wenn sich aber die Rosen im Garten für eine Stecklingsvermehrung eignen und sie nicht unter Sortenschutz stehen, dann ist Anfang August der letzte Zeitpunkt wenn ein solches Vorhaben angegangen werden kann. Eine Stecklingsvermehrung bringt wurzelechte Rosen hervor. Wie das geht? Einen Trieb mit einer gerade abgeblühten Blüte wählen, der 5 Augen hat. Unter dem fünften Auge waagerecht abschneiden. Dann wird die Blüte abgeschnitten. Die untersten vier Blätter werden entfernt, und nur die obersten werden stehengelassen. Dies geschieht, damit sie die Verdunstung einschränken können. Der Steckling wird tief in die Erde gesteckt, am besten an einem halbschattigen Standort. Über den Steckling wird ein sauberes Einmachglas gestülpt. Der Boden muss ständig feucht gehalten werden, er darf nie austrocknen. Hin und wieder das Glas zum Lüften entfernen. Am besten ist es, den Steckling drei Jahre lang nicht umpflanzen.